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GIPSY

Am Anfang in den Siebzigern steht der von der Kusine geerbte Problemkater Gipsy-aus-Jedlesee-von-und- zur-Gemüsefrau. Ein schöner, graziler langhaariger Tiger mit Weiß, der all unser Unwissen über Katzen erdulden muss. Er ist es schon gewohnt an der Leine Bahn zu fahren. Wir haben noch keine Kinder und wollen ihm, dem hauptberuflichen Wiener Wohnungskater, möglichst viel Natur bieten. Daher nehmen wir ihn auf unsere Spaziergänge in die nahe Prater Hauptallee mit. Beim Herannahen von Hunden heben wir ihn sicherheitshalber hoch, obwohl wir von seinem Mut und seiner Charakterstärke überzeugt sind. Klein-Gipsy ist an der Leine hängend nämlich schon von einer resoluten Katzendame verprügelt worden. Wir haben daraus gelernt, dass: 

a) Katzen einander nicht prinzipiell nett finden

b) Katzenkinder auch Katzen sind

c) weibliche Katzen Katzenjunge nicht durch die Bank süß finden – übrigens ganz unter uns – genauso wenig wie Menschenfrauen alle Menschenkinder. Hunde – das ist sogar uns klar – sind erst recht keine Katzenfreunde. Dennoch ist uns die Bewunderung der übrigen Praterspaziergänger sicher und wir tun so, als ob der Kater mit uns marschiere, wo doch in Wirklichkeit wir seinen Neigungen folgen. Eines Sonntags treffe ich so einen ehemaligen Studienkollegen mit Kind, Kegel und Eltern. Nie einem Flirt abgeneigt, erinnert er sich sicher an unseren gemeinsamen fröhlichen Schikurs, und das unerwartete Treffen ist ihm sichtlich peinlich. Wir sind noch sehr jung, ich bin auf meinen Kater sehr stolz und sehr froh diesen an Kindes Statt auszuführen. Rückblickend hält mich die Begleitung meines Ex-Kollegen wahrscheinlich für verrückt und er ist ebenfalls sehr froh, nichts mit mir zu tun zu haben.

Einmal schaffen wir es mit Gipsy bis ins damals bekannte und beliebte Restaurant Butterfassl, welches zu diesem Zeitpunkt in Besitz eines Schäferhundes ist. Nicht dieser, aber der Oberkellner stellt sich uns beim Betreten des Lokals in den Weg.Tiere san do verboten!“* heißt es. Wir: „Und was ist mit dem Hund?“ Typische Antwort des Goldenen Wiener Herzens: „Do kennt a jeda kumman! Der ane hat a Schlongan, der ondere kummt mit an Krokodü. Tuat ma lad, auf Wiedaschau‘n!“* So endet also Gipsys Karriere als Prater-Kater und wir lernen, dass Wohnungskatzen besser in der Wohnung beschäftigt werden.

Zum Ausgleich darf der Kater am schmalen Fensterbrett im dritten Stock spazieren gehen. Die Katze auf dem heißen Blechdach - wir sind sicher, dass Katzen geborene Artisten sind!...   © ELFI

* „Tiere sind hier verboten! Da könnte ja ein jeder kommen! Der eine hat eine Schlange, der andere ein Krokodil. Tut mir leid, auf Wiedersehen!"                 

Diese und alle anderen Geschichten sind im Buch 

      DIE ICH-AG, KATZENGESCHICHTEN VON ELFI STARK   nachzulesen.

                           

Erhältlich ist das Buch per e- Mail gegen Vorauszahlung oder per Nachnahme.

Mail: kratz150@gmail.com

         

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