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mi - mi

Vier für Kater Fritzi friedliche Jahre als Haus- und Gartenbesitzer waren vergangen. Dann starb meine Schwiegermutter an Brustkrebs. Ihr sehnlichster Wunsch war ein eigenes Kätzchen gewesen. Wie es halt so ist, hat immer jemand welche zu vergeben. Bekannte suchten für wildlebende, aber auch (so vermuten wir) aus Inzucht entstandene Junge gute Plätze. Ein zahmes, ebenfalls weiß getigertes Mädchen, entschied sich für meinen Mann. Paulinchen, wegen ihrer Piepsstimme nur mehr Mi-Mi genannt, zog vorerst bei meinen Schwiegereltern ein. Im Alter von drei Monaten stand sie nächtens plötzlich in deren Schlafzimmer, obwohl die Tür wegen der dort herrschenden Kälte sicher geschlossen worden war. Die Kleine war hochintelligent und hatte schon ihre Mutter beim Öffnen von Türen beobachtet oder den Trick auch selbst herausgefunden. Nichts war vor dem Kätzchen sicher: Wo sind die Autoschlüssel mit dem lustigen Nerzschweif? Kein Problem, Frauchen steckt sie immer in die Handtasche, also raus damit! Fast ein halbes Jahr lang war Mutti die Gesellschaft der aufgeweckten Katze vergönnt, bevor sie der Tod von der Sorge über ihre und Mi-Mis Zukunft erlöste. Wir glaubten, das Kätzchen würde auch für den Schwiegervater eine willkommene Ablenkung sein. Der war jedoch dem lebhaften Jungtier in keiner Weise gewachsen und war auch nicht fähig und Willens auf dessen Bedürfnisse einzugehen. In ihrer Langeweile warf Mi-Mi Blumentöpfe von den Küchenkästen und dem Herrchen fast auf den Kopf. Als feststand, Frauchen würde nie mehr wiederkommen, wurde das Katzenmädchen in einer Nacht-und Nebelaktion zu uns übersiedelt.

Zuerst trennten wir die Katzen. Mi-Mi wohnte in Bernhards Zimmer und der Kater ärgerte sich nur über die verschlossene Türe. So wurde das Katzenmädchen die erste 'große Liebe' unseres Sohnes. Tagsüber schleppte er sie in der Kapuze seines Jogginganzugs und nächtens schlief sie bei ihm im Bett oder tobte darin herum. Wenn man nicht wollte, dass sie hinaus oder hinein konnte, musste man die Türen versperren. In den folgenden Jahren hatten wir die Wahl zwischen dem krachenden Pumpern einer zwanzig Mal auf die versperrte Türklinke springenden Mi-Mi oder dem morgendlichen Heulen eines Fritzi, der in ihrem Fahrwasser eintraf, während sie laut schnurrend bereits begann mich unter dem meine Ohren vergeblich schützenden Kopfpolster auszugraben.

Doch vorerst konnte der Kater sie nur durch die Glastüren des Wohnzimmers beobachten. ...                © ELFI

 

 

Die Fortsetzung dieser und aller anderen Geschichten sind im Buch 

      DIE ICH-AG, KATZENGESCHICHTEN VON ELFI STARK   nachzulesen.

                           

Erhältlich ist das Buch per e- Mail gegen Vorauszahlung oder per Nachnahme.

Mail: kratz150@gmail.com

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